Kreuzfahrt

Genua - Marseille - Ajaccio - Palermo - Valletta - Katakolon - Civitavecchia - Genua

Ankunft in Genua und Einschiffung am 4.3.2011.

 

Das Kreuzfahrtschiff brachte uns in der Nacht  vom 4. auf 5. März nach MARSEILLE ... die Distanz betrug 208 Seemeilen.

 

Marseille ist eine der wichtigsten französischen Städte und eine bedeutende Hafenstadt in Europa. Sie liegt am "Golfe du Lion" in einer Mittelmeerbucht.

 

Die Stadt empfängt uns mit blauem Himmel, Sonnenschein und Schäfchenwolken und es ist frühlingshaft mild. Kaffee und Wein im Straßencafe haben uns nach einigen Besichtigungen gut getan. 

 

Der massive rechteckige Turm der Saint-Jean-Festung, der "Tour Carrée" wurde nach der Plünderung durch die Aragonier 1423 auf Anordnung von König René zum Schutz des Hafens erbaut.

Ein Burggraben wurde ausgehoben, um das Fort von der Stadt zu trennen. Zunächst war es Garnisonsstandort und diente während der Revolution als Gefängnis.

Die deutsche Armee benützte es im zweiten Weltkrieg als Munitionslager, das 1944 explodierte und dem Fort Schaden zufügt.

Im Jahr 1964 wurde das Fort unter Denkmalschutz gestellt.

 

Die Kirche Saint Laurent steht auf der Anhöhe La Tourette. Hier begann die Geschichte von Massakia, dem heutigen Marseille. Saint Laurent ist die einzige Gemeindekirche aus dem Mittelalter, die erhalten geblieben ist. Die rosafarbenen Steinquader stammen aus den Brüchen von La Couronne.

 

Etwas vom Fort Saint-Jean entfernt befindet sich das Gebäude Consignes sanitaire im klassischen Stil. Es war im 18. Jhd. der Sitz der Sanitätverwaltung von Marseille.

Zur Vermeidung von Epedemien mußten die Schiffe, die in Marseille anlegen wollten, gemeldet werden und sie wurden unter Quarantäne gestellt. Nachdem man im Jahre 1720 die Vorschriften gelockert hatte, brachte das Handelsschiff Le Grand Saint-Antoine die Pest nach Marseille, die sich von dort bis in die Provence ausbreitete.

 

Das Palais Longchamps,  ein Prachtbau aus dem 18. Jhd. bedfindet sich am Endpunkt  eines 85 km langen Kanals der Wasserversorung Marseilles.

Hier beeindrucken Wasserfontänen aus einem Brunnen mit vier Stieren.

Am kreisförmigen Rundgang befinden sich heute das kunst- und naturhistorische Museum.

 

Grobert-Labadine, hier lebten betuchte Bürger gegen Ende des 19. Jhd. Das kinderlos gebliebene Ehepaar hat dieses stilvolle Stadtpalais aus dem Jahre 1873 der Stadt vermacht. Heute ist es ein Museum. 

 

Entlang der Promenade befindet sich das Denkmal La Corniche Kennedy der Zurückkehrenden aus Algereien aus dem Jahr 1971, das symbolisch für Marseille als Stadt der Zuflucht steht.

 

Seit 1214 ist der Berg bewohnt. Damals lebt ein Einsiedler auf den Hügeln von La Garde. Er baute 1218 eine Kappelle, die er der "Notre Dame - unserer lieben Frau" weihte.

Der Bischof von Marseille, Eugen von Mazenod, begann 1851 mit dem Bau der Basilika Notre-Dame de la Garde nach Plänen des Architekten Esperandieu. 1864 wurde die Basilika eingeweiht.

Die Marienstatue mit Kind, die den Turm krönt, segnet die Stadt und den Hafen Marseille.

Über dem Hochaltar befindet sich eine silberne Marienstatue des Bildhauers Chanuel. Wände und Decken sind mit schönen Mosaiken bedeckt. Man findet viele Gedenktafeln und Schiffe, die den Dank und Glauben der Pilger ausdrücken.

Von diesem schönen Standpunkt aus liegt einem das Stadtpanorama zu Füßen. Man sieht die Inseln Froul und die Felseninsel Ile d'If, die weite Küste und den alten Hafen.

 

Die Felseninsel  Île d'If  liegt vor Marseille im Mittelmeer und hier befand sich Jahrhunderte lang ein Gefängnis.

Alexander Duma's Roman "Der Graf von Monte Christo" spielt hier. In Wirklichkeit ist es aber keinem Sträfling gelungen, von der Insel zu fliehen.

 

Eine Hymne auf Marseille

(Stefan Fischer, Süddeutsche Zeitung)

 

"Diese Stadt ist ein offenes Tor, offen zur Welt, offen zum Nachbarn.

Ein Tor, das sich nie schließen wird. Marseille ist Vielfalt.

Viele Kulturen, viele Völker, tausend Geschichten.

Woher man auch kommt - in Marseille ist man zu Hause."

 

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Weiter ging es über Nacht vom 5. auf 6. März nach AJACCIO. 188 Seemeilen liegen hinter uns.

 

Ajaccio liegt an der Westküste von Korsika, südöstlich von Marseille. geschützt am Fuße bewaldeter Berge an der nördlichen Küste des  Golfes. Ajaccio ist die Geburtsstadt Kaiser Napoleons. Es ist eine charmante Stadt und man spürt die entspannte Atmosphäre.

Die Insel ist so vielfältig. Meer, Sandstrände, Berge mit Schnee, Schluchten, Wälder, Orangen- und Mandarinenbäume, blühende Bäume.

 

Die Panoramafahrt führte entlang der Sandküste bis vor die Einmündung des Prunelliflusses und dann ging es landeinwärts und mit jeder Kurve wurde die Straße enger. Während dieser Zentimeterarbeit hat uns der Chauffeur noch ein paar Lieder zum Besten gegeben. Von oben hatten wir einen wunderbaren Blick auf das Prunellital.

 

Am Schluß der Besichtigung haben wir noch einen kleinen Spaziergang in Ajaccio gemacht, bevor wir wieder an Bord gegangen sind.

 

In der Nacht vom 6. auf 7. März hat das Schiff 240 Seemeilen nach PALERMO zurückgelegt.

 

Palermo, die Hauptstadt der autonomen Region Sizilien und der Provinz Palermo empfängt uns mit trübem Wetter. Sso ist auch die ganze Stadt mit viel Schmutz auf den Straßen. Die Stadt liegt an einer Bucht an der Nordküste Siziliens und wurde im 8. Jhd. v.Chr. gegründet. Die Blütezeit erlebte Palermo unter der Vorherrschaft der Araber sowie der Normanen und der Staufer. Palermo ist heute mit rd. 657.000 Einwohnern die fünftgrößte Stadt Italiens. Der Name der Stadt leitet sich aus dem Punischen ab und bedeudet "die Blume." Das bezog sich auf die Fruchtbarkeit der Landschaft.

 

Nach einer Panoramafahrt haben wir noch die Kathedrale von Palermo "Maria Santissima Assunta" (heiligste in den Himmel aufgenommene Maria) besucht.

Der jetztige Bau wurde 1184-85 im normanisch-arabischen Stil erbaut und hat mehrere Umbauten erlebt.

Die Fassade stammt aus dem 14. Jhd. und wird von zwei Türmen eingerahmt, in die Motive von pflanzlichen und abstrakten Motiven eingemeiselt sind.

Für Deutschland ist die Kathedrale von Bedeutung, weil hier die Gräber der Kaiser Heinrich VI., Friedrich II. und der Königin Konstanze von Sizilien befinden.

 

Chiesa Santa Maria dell' Ammiraglio ... diese Kirche wurde ab 1143 unter Georg von Antiochien dem König Rogers II., als Privatkirche erbaut und hat im Laufe der Jahrhunderte viele bauliche Veränderungen erfahren. Ursprünglich war der Grundriß ein griechisches Kreuz in quadratischer Form, errichtet. Bis zum 13. Jhd. tagte im Atrium der Kirche der städtische Gerichtshof.

 

Der Brunnen "Fontana Pretoria" wurde im 16. Jhd. auf einen extra für ihn angelegten Platz, der Piazza Pretoria, erbaut.

Der Brunnen ist 12 m hoch und der Umfang mißt 133 m. Über das Außenbecken führen auf vier Seiten Treppen zum mittleren Becken. An Geländern und Treppen sind die Statuen von Flußgöttern und Nymphen zu sehen.

 

Das Opernhaus "Teatro Massimo" ist Italiens größtes Opernhaus. Erbaut ist es am ehemaligen Westtor der Altstadt im historistischen Baustil. Architekt Giovanni Battista Filippo Basile begann die Bauarbeiten 1875. 1897 wurde der Bau von seinem Sohn Ernesto fertiggestellt.

 

Die Nacht vom 7. auf den 8. März war das Schiff mit hohem Wellengang nach MALTA unterwegs. 240 unruhige Seemeilen liegen hinter uns.

 

Nachdem wir im September 2010 eine Woche auf Malta verbracht und schon einiges gesehen haben, haben wir uns für den Ausflug zu den Tempeln in  Hagar Qim und Traxien entschieden. Beide Tempel zählen zum Unesco-Weltkulturerbe.

 

In Birzebbugia im Südosten der Insel haben wir die Höhle Ghar Dalam mit fossilen Überresten aus der Eiszeit besucht. Neben Knochenfunden bereits ausgestorbener Tiere, wie z.B. dem Zwergelefanten, wurden hier auch erste Spuren menschlicher Besiedlung auf Malta entdeckt, die über 7000 Jahre als sind.

 

Auf der Rückfahrt haben wir dann noch Marsaxlokk besucht.

Der Name der Bucht setzt sich aus dem arabischen Wort "marsa" für Hafen und "xlokk" für die einheimische Bezeichnung des trockenheißen Wüstenwindes Schirroko zusammen.

 

Als größte Attraktion gelten hier die Fischerboote (Luzzu). Am Bug wacht das unheilabwehrende Auge des Osiris.

 

Die Nacht vom 8. auf 9. März führte nach KATAKOLON. 345 Seemeilen wurden bewältigt.

 

Katakolon ist ein Hafen an der Westküste des Peloponnes. Früher war es ein kleiner Handelshafen, heute wird er aber fast nur von Kreuzfahrtschiffen genutzt.

 

Das antike Olympia befindet sich in 35 km Entfernung östlich von Katakolon. In Olympia haben die alten Griechen alle vier Jahre für mehr als ein Jahrtausend zu den heiligen Spielen, die dem Gott Zeus gewidmet waren, gerufen. Die ersten Spiele gehen in das 776 v. Chr. zurück. Olympia zählt heute zum Unesco-Weltkulturerbe. Das antike Stadion wurde durch einen Torbogen betreten und existiert heute noch.

 

Das Olympia-Museum ist eines der wichtigsten Museen Griechenlands. Hier findet sich eine Sammlung von Terrakotten, Bronzen und Skulpturen.

 

Am 10. März verbrachten wir einen TAG AUF SEE ... die Distanz nach Civitavecchia betrug 597 Seemeilen.

 

Auf der Fahrt haben wir den verschneiten Ätna gesehen ... Stromboli ist auch rauchend vorbeigezogen.

 

Den 11. März haben wir in CIVITAVECCHIA verbracht. Zurück zum Ausgangspunkt nach Genua sind es 197 Seemeilen.

 

Civitavecchia ist eine Hafenstadt in der Provinz Rom und geht auf eine etruskische Gründung zurück. Bereits im Jahre 314 wurde Civitivecchia zum Bischofssitz. Der Name bedeutet "alte Stadt."

 

Heute stützt sich die Wirtschaft der Stadt hauptsächlich auf den Hafen, der von erheblicher verkehrstechnischer Bedeutung ist. Neben dem Fährverkehr nach Sardinien, Sizilien, Spanien und Frankreicht, nimmt das Kreuzfahrtgeschäft stetig zu.

 

Hier kann man die Festung Forte Michelangelo sehen, die im Auftrag von Papst Julius II. von Donato Bramante begonnen wurde und von Michelangelo vollendet wurde. Sie ist das wuchtige Wahrzeichen direkt am Hafen.

Hier stehen auch die alten Stadtmauern, die unter Papst Urban VIII. errichtet wurden.


Die  Cattedrale di San Francesco dem Hl. Franziskus von Assisi geweiht, steht auf dem Hauptplatz von Civitavecchia.  Die heutige Kirche wurde im 18. Jahrhundert an der Stelle einer älteren Kirche gebaut. Architekt Francesco Navona leitete die Arbeiten. Ein Bogen trennt den Altarraum, wo der große Altar aus Marmor steht. Die Gemälde in den Kapellen sind nicht von großem Wert, während die Glocken historische Bedeutung haben, weil sie mit Metall zweier Geschütze gegossen wurden.