Ausseerland - Pürgg - Admont

Nach einer Stippvisite im verregneten Gmunden und Traunkirchen ging es nach Bad Ischl in unser Hotel.

 

Wir hatten am 1. Juni einen wunder-vollen Tag in Bad Aussee und den naheliegenden Seen!


Eine Bootsfahrt auf dem Grundlsee, anschließend eine kleine Wanderung, Fahrt auf dem Toplitzsee mit einer Plätte und Aufstieg über 100 Stufen zum Kammersee war angesagt. Der Regen hat uns an diesem Tag weitgehend verschont, es hat nur manchmal ein wenig getröpfelt und genieselt. Am Abend waren wir dann in der Kurhalle in Bad Aussee bei einem Konzert "G'sunga & Aufg'spielt", bei dem auch die neue Narzissenkönigin mit ihren zwei Prinzessinnen vorgestellt wurde.

Sehr erfreulich war dieser Tag, aber bei der Heimfahrt ins Hotel nach Bad Ischl hat es bereits geschüttet!

Dann hat in der Nacht das Wetter heftig zugeschlagen und wir konnten weder den Bootskorso, noch den Autokorso mit den Narzissenfiguren sehen, denn man konnte nicht mehr nach Bad Aussee fahren, es hat in Strömen geregnet und es gab auch Muren, Felder, Wiesen und auch Häuser wurden überflutet, wie wir bei der Heimfahrt gesehen haben. Der Bootskorso wurde aus Sicherheitsgründen überhaupt abgesagt.

War aber alles nur "flüssiger Sonnenschein", wie die Ausseer sagen!

Bei der Heimfahrt sind wir aber noch auf zwei Narzissenfiguren gestoßen.

Am 3. Juni war es nochmals erfreulich - auf der Heimfahrt waren wir noch in Pürgg und bei einer Führung in der Stiftsbibliothek in Admont.

Also, wir haben Glück im Unglück gehabt - leid können einem die vielen Menschen tun, die so viel verloren haben, da ist ein verlorener Urlaubstag daneben völlig egal - wir sind gut nach Hause gekommen!

 

Die Kurstadt Bad Aussee liegt im steirischen Salzkammergut, hat etwa 4.900 Einwohnern und ist der Mittelpunkt Österreichs. Der Mittelpunktstein befindet sich im Stadtkurpark.

 

Die Stadt wurde zur Alpenstadt des Jahres 2010 gekürt.

Der Grundlsee befindet sich im steirischen Teil des Salzkammergutes und liegt  in unmittelbarer Nähe von Bad Aussee und am Südende des Toten Gebirges. Der Grundlsee hat Trinkwasserqualität und erreicht im Sommer eine Wassertemperatur bis zu 25°. Im Osten liegen der Toplitzsee und der Kammersee.

 

Der Grundlsee ist von den Bergen des Toten Gebirges umgeben, die Ressen, Zlaimkogel, Schoberwiese, Hundskogel, Backenstein, Häuslkogel, Reichen-stein, Siniweller, Gössler Wand, Lawinenstein und Grasberg heißen.

Der Toplitzsee liegt ebenfalls im steirischen Salzkammergut. Gespeist wird der See von zwei Wasserfällen und einem unterirdischen Zufluß des Kammersees und dem Grundlsee. Der See liegt auf einer Höhe von 718 m, ist 2.000 m lang, 400 m breit und 103 m tief. Ab einer Tiefe von 20 m ist der Toplitzsee ohne Sauerstoff.

 

Zu Kriegsende wurden Kisten mit gefälschten britischen Banknoten im See versenkt, womit man die britische Wirtschaft schwächen wollte. Es gibt viele Spekulationen und Gerüchte, daß im See Goldreserven des Dritten Reiches und Kunstgegenstände versenkt wurden.

 

Zahlreiche Tauchgänge brachten aber nur Kisten mit Falschgeld und Kriegs-relikte zu Tage.

Auf dem Weg vom Grundlsee zum Toplitzsee

Der Kammersee liegt ebenfalls im steirischen Teil des Salzkammergutes. Ein steiler Steig führt entlang des Toplitzsees, der nur von geübten Kletterern bewältigt werden kann. Mit einer Plätte haben wir den Toplitzsee überquert und konnten von der Anlegestelle aus über 100 Stufen den Kammersee erreichen.

 

Ein Wasserfall zum Kammersee wird als Traunursprung, also als die Quelle der Traun bezeichnet.

Auf der Heimfahrt:

 

Die Gemeinde Pürgg-Trautenfels mit ca. 920 Einwohnern, liegt auf der Ostseite des Grimmings in 645 m Seehöhe und wird auch "Kripperl der Steiermark" genannt. Die Landschaft ist bezaubernd, hier herrscht Ruhe und Beschaulichkeit.

 

Das Schloß Trautenfels dominiert den Talboden des Ortes.

 

Die romanische Pfarrkirche zum Hl. Georg stammt vermutlich aus 1130 und wurde im 14. Jh. gotisch ausgestaltet.

 

Die im romanischen Stil erbaute Johanneskapelle befindet sich am Ortsrand des Plateaus von wo man eine schöne Aussicht über das Ennstal hat.

 

Die Kapelle hat wertvolle Fresken aus dem 12. Jh., die zu den besterhaltenen und schönsten in Europa zählen.

 

Leider waren Pfarrkirche und Kapelle geschlossen und somit gibt es leider keine Innenaufnahmen.

Die Stiftsbibliothek Admont zählt zu den bedeutendsten Kulturdenkmälern des Spätbarocks. Diese Bibliothek stellt einen über Jahrhunderte hinweg reichenden Wissensspeicher dar.

 

In dieser Bibliothek sind die verschiedensten Kunstgattungen, wie Archi-tektur, Skulpturen, Fresken, Schriften und Druckwerke zu finden.

 

Der spätbarocke Bibliothekssaal wurde von Abt Matthäus Offner in Auftrag gegeben und von dem Baumeister Joseph Hueber aus Graz zwischen 1715 - 1787 erbaut. Als architektonisches Vorbild diente Hueber die Österreichische Nationalbibliothek in Wien.

 

Der Saal ist 70 m lang, 14 m breit und hat in der Mittelkuppel eine Höhe von 12,7 m.

 

"Wie den Verstand soll auch den Raum Licht erfüllen."

 

Josef Stammel, einer der bedeutendsten barocken Bildhauer, schnitzte die Skulpturen des Saales. Die "Vier letzten Dinge," eine Gruppe von überlebensgroßen Figuren zeigen von Tod, Jüngstem Gericht, Himmel und Hölle.

 

Zu dieser wundervollen Bibliothek gäbe es noch so viel zu sagen - am besten, ihr fragt einfach "Onkel Google."

 

Die Stiftskirche wurde nach dem Brand im Jahr 1865 unter Nutzung der romanisch-gotischen Fundamente von Architekt Wilhelm Bücher von 1866 - 1869 neu errichtet. Diese Kirche ist der erste neugotische Sakralbau Österreichs.