Der Stephansdom

Der Stephansdom, liebevoll "Steffl" genannt, ist seit 1365 die römisch katholische Domkirche St. Stephan. Der Dom ist das Wahrzeichen von Wien und österreichisches Nationalheiligtum.

Namensgeber ist der Heilige Stephanus, der als erster christlicher Märtyrer gilt und gesteinigt wurde.


Der gotische Bau ist 107 m lang und 34 m breit. Teile des spätromanischen Vorgängerbaues von 1230-1240 sind erhalten und bilden die Westfassade mit den beiden Heidentürmen, die 65 m hoch sind. 

 

Der höchste der vier Türme ist der Südturm mit 136 m, dessen Fundament nur etwa 4 m tief ist. Man kann über 343 Stufen zur Türmerstube hochsteigen, wo man mit einer Sicht über die Stadt belohnt wird. Leider müssen die Fenster geschlossen bleiben und sind auch nicht gerade sauber, was natürlich die Fotos ein wenig beeinträchtigt.

 

Der nicht fertiggestellte Nordturm ist 68 m hoch und unter seiner Turmhaube ist die Pummerin untergebracht. In den Nordturm führt ein Aufzug vom Kircheninneren zu einer Aussichtsplattform. Höhenangst sollte man nicht haben, denn man geht auf einem Gitterrost. Die wunderbare Aussicht lenkt aber ohnehin ab!

 

Die Domkanzel ist ein gotisches Werk in der Mitte des Langhauses und wurde 1510-1515 aus Kalksandstein gefertigt. Die Kanzel wurde früher Anton Pilgram, der als "Fenstergucker" am Fuße der Kanzel verewigt sein soll, zugeschrieben, aber es wird angenommen, daß die Kanzel einem nachfolgenden Meister, Niclas Gerhaert van Leyden, einem niederländischen Bildhauer zuzuschreiben ist. 

 

Der Wiener Neustädter Altar, der mit 1447 datiert ist, ist ein vierflügeliger Altar, auf dessen Flügel die Devise A.E.I.O.U. (Austria Erit In Orbe Ultima) angebracht ist und als Stiftung Kaiser Friedrich III. erkennbar ist. Hinter den geöffneten Predellenflügeln sind sichtbare gotische Maßwerkfenster angebracht, wo früher Reliquien aufbewahrt wurden.

 

In den letzten Kriegstagen wurde der Stephansdom bei einem Brand schwer beschädigt. In nur sieben Jahren konnte unter Einsatz aller der Dom wieder aufgebaut werden. Vieles ist auch hier den sogenannten "Trümerfrauen" zu verdanken!