Die Strudlhofstiege ist eine Freitreppe im 9. Wiener Bezirk - Alsergrund. Die Stiege überbrückt den Niveauunterschied zwischen der Strudelhofgasse und der Liechtensteinstraße..
Die am 29. November 1910 eröffnete Treppenanlage ist aus Mannersdorfer Kalkstein und wurde nach einem Entwurf von Johann Theodor Jäger erbaut und gilt als bedeutendes Bauwerk des Jugendstils.
2008 wurde die Strudlhofstiege renoviert. Die Stiege entspricht nun nahezu ihrem Originalzustand von 1910. Anstelle der Kugellampen, die bei einer Renovierung in den 80er-Jahren montiert wurden, haben die metallenen Kandelaber wieder Hängeleuchten in der ursprünglichen Maiglöckchenform erhalten.
Die Stiegenanlage besitzt einen zweiteiligen Brunnen .. über dem unteren Becken dient eine Kopfmaske als Wasserspeier ... über dem oberen Becken spendet ein Fischmaul in einer mit Mosaik ausgelegten Nische Wasser.
Auch das Mosaik rund um den wasserspeienden Fisch wurde wieder in die ursprüngliche Form als Mosaik aus Flußsteinen rückversetzt.
Sie ist, wie die Gasse, nach dem Bildhauer und Maler Peter Strudel benannt, der oberhalb der Stiege ein Grundstück besaß und dort 1690 den Strudelhof errichten ließ.
1951 erschien der Roman „Die Strudelhofstiege" von Heimito von Doderer. Die Ereignisse des Romans spielen im Umkreis der Strudelhofstiege.

Seine Widmung:

Wenn die Blätter auf den Stufen liegen
herbstlich atmet aus den alten Stiegen
was vor Zeiten über sie gegangen.
Mond darin sich zweie dicht umfangen
hielten, leichte Schuh und schwere Tritte,
die bemooste Vase in der Mitte
überdauert Jahre zwischen Kriegen.
Viel ist hingesunken uns zur Trauer
und das Schöne zeigt die kleinste Dauer.

(Heimito von Doderer)

 

 

Fortsetzung folgt!