Die Villa Primavesi im 13. Wiener Gemeindebezirk wurde von Architekt Josef Hoffmann geplant und von 1913-1915 für den Industriellen Robert Primavesi errichtet.
Die Villa wurde nach 1945 als gewerkschaftliches Schulungsheim verwendet und war auch als Dienstvilla für den Bundespräsidenten im Gespräch.
Die BAWAG verkaufte das Objekt 2004 an den Industriellen Peter König, der das Haus sanieren ließ. Allerdings wurde auch eine Tiefgarage errichtet für die Oldtimersammlung des Industriellen.
Die Strudlhofstiege ist eine Freitreppe im 9. Wiener Bezirk - Alsergrund. Die Stiege überbrückt den Niveauunterschied zwischen der Strudelhofgasse und der
Liechtensteinstraße..
Die am 29. November 1910 eröffnete Treppenanlage ist aus Mannersdorfer Kalkstein und wurde nach einem Entwurf von Johann Theodor Jäger erbaut und gilt als bedeutendes Bauwerk des
Jugendstils.
2008 wurde die Strudlhofstiege renoviert. Die Stiege entspricht nun nahezu ihrem Originalzustand von 1910. Anstelle der Kugellampen, die bei einer Renovierung in den 80er-Jahren montiert wurden,
haben die metallenen Kandelaber wieder Hängeleuchten in der ursprünglichen Maiglöckchenform erhalten.
Die Stiegenanlage besitzt einen zweiteiligen Brunnen .. über dem unteren Becken dient eine Kopfmaske als Wasserspeier ... über dem oberen Becken spendet ein Fischmaul in einer mit Mosaik
ausgelegten Nische Wasser.
Auch das Mosaik rund um den wasserspeienden Fisch wurde wieder in die ursprüngliche Form als Mosaik aus Flußsteinen rückversetzt.
Sie ist, wie die Gasse, nach dem Bildhauer und Maler Peter Strudel benannt, der oberhalb der Stiege ein Grundstück besaß und dort 1690 den Strudelhof errichten ließ.
1951 erschien der Roman „Die Strudelhofstiege" von Heimito von Doderer. Die Ereignisse des Romans spielen im Umkreis der Strudelhofstiege.
Seine Widmung:
Wenn die Blätter auf den Stufen liegen
herbstlich atmet aus den alten Stiegen
was vor Zeiten über sie gegangen.
Mond darin sich zweie dicht umfangen
hielten, leichte Schuh und schwere Tritte,
die bemooste Vase in der Mitte
überdauert Jahre zwischen Kriegen.
Viel ist hingesunken uns zur Trauer
und das Schöne zeigt die kleinste Dauer.
(Heimito von Doderer)
Die Karl Borromäus-Kirche am Wiener Zentralfriedhof wurde von Architekt Max Hegel, einem Schüler Otto Wagners entworfen und wurde 1908 bis 1910 errichtet. Die Kirche zählt heute zu den bedeutendsten Jugendstil-Kirchen. Unter dem Hauptaltar befindet sich die Gruft des 1910 verstorbenen Wiener Bürgermeisters Karl Lueger ... die Kirche wird auch Lueger-Kirche genannt.
In der Vorhalle befinden sich zwei Reliefs von Georg Leisek und Hans Rathausky. Die farbintensiven Fenster und Mosaike sind von Leopold Forstner. Die Kunstwerke am Hochaltar aus Marmor haben Anton Kaan, Franz Klug, Karl Philipp und Adolf Poh und die Darstellung des jüngsten Gerichts über dem Hochaltar wurde von Hans Zatzka geschaffen.
Der Kuppelraum hat einen Durchmesser von 22,7 m und erreicht eine Höhe von 39 m. Das Kuppelmosaik besteht aus 21.000 Steinen, davon 999 goldene Sterne auf blauem Untergrund.
